50 Jahre Orschel-Hagen - eine Erfolgsgeschichte

Ortsverein


Orschel-Hagen in den 60er-Jahren

Nach dem zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge und Vertriebene nach Reutlingen. Das hatte zur Folge, dass dringend Wohnraum benötigt wurde. So wurde in kürzester Zeit die Römerschanz – und Storlachsiedlung aus dem Boden gestampft. Als dringende Ergänzung kam es zur Planung der Gartenstadt Orschel-Hagen. In den 60iger Jahren war dann der erste Bauabschnitt gebaut und die Wohnungen bezugsfertig. Orschel-Hagen wuchs kräftig. Nach seiner Fertigstellung gab es für ca.10.000 Menschen neuen Wohnraum. Das Konzept Gatenstadt Orschel-Hagen ist aufgegangen. Noch heute hat die Gartenstadt viel Grün zu bieten.

Der Dresdner Platz mit seinen Ladengeschäften wird sehr gut angenommen. Als der Lebensmittelladen im Zentrum seine Pforten schloss, hat sich eine Bürgeriniative, die IGELOH, neu gegründet. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, in Person von Finanzbürgermeister Reumann, ist es gelungen, wieder einen Lebensmittelmarkt zu bekommen. Die Menschen gehen in ihren Frischemarkt einkaufen und haben das Integrationskonzept der Bruderhausdiakonie mit Edeka sehr gut angenommen. Die beiden Kirchen sind bis heute das Wahrzeichen von Orschel-Hagen. Selbst im Landeanflug auf dem Stuttgarter Flughafen bieten die Türme der Kirchen eine gute Orientierung. Das Jugendhaus wurde eine berühmt berüchtigte Einrichtung, denn es zog aus der gesammten Stadt Jugendliche an, was unweigerlich zu Schwierigkeiten führte. Orschel-Hagen kam in Verruf. Aber auch diese Hürde haben die Einwohner gut gemeistert. Der Kreis der Älteren, die SG Reutlingen, das Jugendhaus, die Kirchen, Schulen und Kindergärten, zwei Bürgeriniativen, die Abteilung für Ältere, die Minigolfanlage, der Akti, das alles bietet Orschel-Hagen die Möglichkeit für ein gemeinsames Miteinander. Dass der Schillerschule die Werkrealschule weggenommen worden ist, stößt auf großes Unverständnis. Kinder die bisher zu Fuß in die Schule konnten, müssen jetzt mit dem Bus fahren. Eine Entscheidung die falsch ist. Die SPD Nordwest hat über die SPD Fraktion einen Antrag eingebracht, dass Orschel-Hagen dieWerkrealschule wieder bekommt. Jetzt muss der Gemeinderat entscheiden, wie wichtig ihm Orschel-Hagen als lebenswertes Wohngebiet ist oder ob Orschel-Hagen nur Schlafstadt sein soll. Als jüngstes Projekt dazu gekommen ist das Altenpflegeheim Gertrud Luckner. Es ist von den Bewohnern sehr gut angenommen worden und ein reger Austausch mit der Schule vertieft den Zusammenhalt zwischen „Jung und Alt“. Die GWG als Erbauer der Siedlung ist bemüht, genügend Wohnraum für barrierefreies Wohnen vorzuhalten. So können die Orschel-Hagener in ihrem Stadtteil und in ihrer gewohnten Umgebung alt werden. In nächster Zukunft kommt die Bebauung „Süderweiterung“ auf Orschel-Hagen zu. So entwickelt sich Orschel-Hagen immer weiter und wir Bürgerinnen und Bürger sind stolz auf unseren Stadtteil.